Was ist die MD-Prüfquote?
Die Prüfquote bestimmt, wie viel Prozent der Abrechnungen eines Krankenhauses der Medizinische Dienst (MD) pro Quartal prüfen darf. Sie wird in § 275c SGB V festgelegt. Das Ziel: Krankenhäuser mit korrekten Abrechnungen entlasten und Häuser mit hohen Fehlerquoten stärker kontrollieren.
Die individuelle Prüfquote wird basierend auf den Prüfungsergebnissen des vorletzten Quartals festgelegt und gilt dann für ein Quartal. So entscheiden zum Beispiel die Ergebnisse des dritten Quartals 2026 über die Prüfquote im ersten Quartal 2027.
Generell gilt: Je korrekter ein Krankenhaus in der Vergangenheit abgerechnet hat, desto weniger Rechnungen dürfen geprüft werden.
Wie hoch sind die MD-Prüfquoten im Krankenhaus aktuell?
Die Tabelle zeigt die aktuellen MD-Prüfquoten:
Bundesweit waren im 2. Quartal 2026 laut GKV-Daten 49,47 % der vom MD geprüften Abrechnungen korrekt. Die größte Gruppe der Krankenhäuser liegt bei einer Prüfquote von bis zu 10 %. Hier ist die genaue Aufteilung nach MD-Prüfregion:
Wie verändern sich die MD-Prüfquoten ab 2027?
Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz werden die MD-Prüfquoten ab dem 1. Januar 2027 deutlich verschärft:
Der Aufschlag steigt von 400 € auf 500 € und fällt künftig bei allen Häusern unter 80 % korrekten Abrechnungen an. Bisher lag die Schwelle bei 60 %. Er kommt bei jeder fehlerhaften Abrechnung zur Rückzahlung der Differenz hinzu.
Die finanziellen Auswirkungen auf die Krankenhäuser in Deutschland sind enorm. Auf Basis der GKV-Daten für das zweite Quartal 2026 haben wir potenzielle Folgen berechnet:
- Der Anteil der Häuser in der besten Stufe würde von 37,1 % auf 12,7 % sinken.
- Ungefähr jedes dritte Krankenhaus würde in die unbegrenzte Prüfquote fallen.
- 87,3 % der Häuser lägen unter der 80-%-Schwelle und müssten bei jeder beanstandeten Rechnung den Aufschlag zahlen. Aktuell sind es 63 % unter der 60-%-Schwelle.
Die Tabelle gibt den Überblick:
Wie kann die MD-Prüfquote verbessert werden?
Je höher der Anteil der korrekten Abrechnungen, desto niedriger wird die MD-Prüfquote. Die wichtigste Maßnahme für eine korrekte Abrechnung ist eine lückenlose Dokumentation im Pflegealltag. Wenn die Pflegekraft direkt im Moment der Pflege dokumentiert, gehen keine Informationen verloren. Das geht am besten mit der Dokumentation per Spracheingabe:
- Die Pflegekraft trägt ein Smartphone in der Kitteltasche.
- Am Bett spricht sie ins Handy, beschreibt, was sie tut und beobachtet.
- Eine KI, die speziell für und mit der Pflege entwickelt wurde, wandelt das Gesprochene sofort in strukturierte Einträge um.
- Die Pflegekraft prüft, passt ggf. an und bestätigt.
- Die strukturierten Einträge werden ins KIS synchronisiert.
Ein gutes Beispiel dafür ist das AGAPLESION Ev. Krankenhaus Gesundbrunnen, wo die Pflegekräfte mit voize dokumentieren. Die Pflegekräfte werden spürbar entlastet und Finanzvorstand Sebastian Polag sieht einen echten Mehrwert für die Wirtschaftlichkeit des Hauses. Mehr dazu in der AGAPLESION Kundengeschichte.
Wir zeigen Ihnen gerne, wie voize auch in Ihrem Krankenhaus Mehrwert leisten kann:



