
Interview mit Christian Potthoff von der Diakonie Michaelshoven
Christian Potthoff von der Diakonie Michaelshoven erzählt im Interview, wie das Team auf voize reagiert hat, wie die Pflegekräfte entlastet werden und welchen Effekt voize im Recruiting hat.
Herr Potthoff, würden Sie sich kurz vorstellen?
Mein Name ist Christian Potthoff. Ich bin Zukunftsgestalter der Pflege bei der Diakonie Michaelshoven in Köln.
Was war Ihr Ziel mit der Einführung von voize?
Unsere konkreten Ziele war es, Zeit zu gewinnen, sowohl Zeit für die Mitarbeitenden zu gewinnen, aber vor allen Dingen, diese Zeit zu gewinnen, um mehr Zeit für Menschlichkeit zu haben. Denn darauf kommt es in der Pflege an.
Sie setzen voize auch in der Arbeitgebermarke ein. Was hat das gebracht?
Wir haben voize in der Arbeitgebermarke eingesetzt. Das hat unsere Arbeitgebermarke noch mal extrem aufpoliert. Wir haben's in Stellenausschreibungen reingebracht und wir sehen auch, dass es auch da Effekte hat in der Besetzung unserer Stellen. Die Diakonie hat im Moment alle Sollstellenschlüssel besetzt und daran hat voize auch einen großen Anteil.
Sie haben die Zeitersparnis konkret gemessen. Wie sind Sie vorgegangen?
Wir haben einmal die Pflegekräfte beschattet in der Pflegedokumentation ohne voize und wir haben dann hinterher nach drei Monaten nach der voize-Einführung die Pflegekräfte noch mal beschattet.
Und was kam heraus?
Ich als Träger kann die vorsichtige Aussage treffen, dass wir dreißig Minuten pro Pflegekraft an Zeit eingespart haben in der Pflegedokumentation.
Was heißt das hochgerechnet auf eine klassische Einrichtung?
Skaliert man das mal auf eine klassische Achtziger Einrichtung auf ein ganzes Jahr hoch, dann kommen da schnell drei Vollzeitstellen bei raus und rechnet man das in Euro um, dann sind das so circa 180.000 Euro Personalkosten, die an der Stelle generiert werden können. Aber es geht uns nicht um Einsparung, sondern es geht darum, Zeit zu gewinnen für Menschlichkeit.
Wie profitieren die Pflegekräfte konkret?
Natürlich ist es viel einfacher zu dokumentieren, wenn man spricht, als wenn man schreibt. Wenn man sich mit den Pflegekräften unterhält, ist es nachweislich, dass man sich leichter tut, die Pflegedokumentation mit voize auszufüllen, anstatt an der Tastatur einzutippen. Und deswegen ist es eine große Erleichterung.
Und wie sieht es mit der Dokumentationsqualität aus?
Wir sehen eben auch, dass deutlich weniger Rechtschreibfehler, Grammatikfehler und eben auch Dokumentation deutlich vollständiger ist.
Wie hat Ihr Team auf die Einführung reagiert?
Meine Beobachtung war, dass es eine große Vorfreude der Pflegekräfte auf die voize-Einführung gab und gerade auch in den ersten Monaten gab bei uns im Unternehmen eine richtig krasse Euphorie. Wir hatten alle Bock, voize einzuführen. Und wir haben ja erst mit Piloteinrichtungen gestartet und es hat sich im gesamten Unternehmen der Diakonie rumgesprochen und auf einmal standen die Pflegekräfte bei mir und haben gesagt: „Wir wollen auch, wir wollen auch." Sodass unser Rollout viel schneller vonstatten ging, als wir ihn ursprünglich geplant haben.
Was war für Sie die größte Wertschätzung im Prozess?
Also wenn meine Mitarbeiter mir zurückmelden: Du hast uns gehört, du hast unseren Bedarf aufgenommen und du hast mit voize uns eine Lösung gegeben, die den Schmerzpunkt der Pflegedokumentation trifft, dann ist das natürlich sehr wertschätzend von den Mitarbeitenden. Und für mich ist eigentlich die größte Wertschätzung, wie ich gerade geschildert habe, dass die Pflegekräfte aus den anderen Häusern gekommen sind und gesagt haben: „Wir haben gehört, das läuft da so gut, wir wollen auch."
Das hat man in der Pflege nicht so häufig, wenn man neue Dinge einführt, dass alle total begeistert sind und auch wollen. Und das ist für mich eigentlich so mit das Größte, was für die Einführung von voize spricht.
Wie würden Sie voize zusammenfassen?
voize ist für mich eine wunderbare Partnerschaft. Wir als Diakonie können Impulse reinbringen, wir können mitentwickeln und wir schaffen Zeit für Menschlichkeit.

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